Meinungen & Kommentare

Fit for future:
Manche Städte statten ihre Schulen mit digitalen Tafeln aus. Blomberg schmückt damit seinen Stadteingang.
Hat aber weder für das EINE noch für das ANDERE eigenes Geld und stellt sich mit der Bettelschale beim Bund in die Reihe mit 140 anderen Gemeinden.

Walter Beumer

32825 Blomberg

Leopoldshöhe hat seine Schulen mit Tablets und VideoScreens ausgestattet.
Eine begrüßenswerte und lange überfällige Investition in die Bildungszukunft.
Die Ratsmehrheit in Blomberg stattet die Ortseingang mit großflächigem Videoscreen aus. Zukunftssicher.
Für rund 60.000 Euro. Und künstlerisch wertvolle Metallnelkenkonstruktionen kommen noch dazu, gaaanz große und kleine für …man darf raten, denn die Kosten sind immer noch vertraulich.
Und die Gesamtstadteingangsverschönerungssause kommt sicherlich, ich darf mal schätzen, auf ne halbe Million, plus die Kosten für diverse Gutachten und „Gestaltungskonzeptionen“. Die Stadt hat ja keine eigene Fachkompetenzen. Da geht’s Blomberg wie der Bundeswehr.
Für dieses Geld hätte die Stadt einige hundert Tablets zumindest fürstlich bezuschussen und auch ein paar interaktive Whiteboards für die Klassenräume anschaffen können. Und auch einen externen Gutachter/Entwickler beauftragen können. Denn – es fehlt die örtliche Sachkompetenz, und so fehlt dem Blomberger Rat und der Stadtverwaltung und den Blomberger Schulen bislang jegliches beschlussfähiges Konzept.
Und die Zuständigkeit wird, nur zu gern, auf den Kreis Lippe geschoben. Da kann und darf man halt nix machen, es ist nun mal so beschlossen. Man darf gespannt sein, wann und wieviel von den nun endlich freigegebenen Fördermilliarden des Bundes angesichts der Blomberger Konzeptionslosigkeit denn nun in den städtischen Schulen ankommt.
Die Zukunft der Blomberger Schulen liegt also nach wie vor auf den Straßen, den Einfahrtsstraßen der Innenstadt. Man muss eben Prioritäten setzen können.

Walter Beumer
32825 Blomberg

Mit diesem Etikett firmierte die Stadt Blomberg bereits vor Jahrzehnten. Und seit Jahrzehnten, bis heute, hab ich bei Besuchen in Blomberg-City immer wieder mich, und andere, gefragt, wo denn die dazu passenden Nelken seien. Bis mich dann jemand aufklärte, dass es in Blomberg bis in die fünfziger Jahre mal eine global bekannte Nelkenzüchterei gegeben habe. Doch seit dem? Nix zu sehen von Nelken, obwohl das Motto „Nelkenstadt“ weiterhin an der Stadt klebt. Viele Anfragen und Anregungen an „Offiziellen“ bleiben ohne Wirkung, bis denn endlich Blomberg Marketing die Nelkenkönigin aus der Taufe hob. Doch im Stadtbild weiterhin KEINE Nelken. Und dann kam der Nelkenmarkt, und da gibt es Jahr für Jahr sogar ein paar Nelken, aber danach? Nix. Nur ein paar engagierte Bürger haben an der Alten Meierei vor ein paar Jahren ein Beet mit Nelken angelegt. Doch in städtischen Pflanzungen oder privatem Grün weiterhin nix Augenfälliges von Nelken zu finden. Vielleicht hab ich nur nicht ausdauernd gesucht? Vielleicht hat die Stadt ´ne Nelkenallergie? Also gegen echte Nelken?

Das wäre auch die Erklärung dafür, dass die Stadt sich jetzt eine Blechnelke zulegen will. Und dann auch richtig groß, dem Flair einer Kleinstadt angemessen, so bei 5 mal 6 Meter. Wie das Ding aussehen soll, dass ist jetzt dem Bauausschuss vorgestellt worden. Und man war begeistert, bis auf zwei, und hat dem Rat empfohlen zu beschließen, was der Bürgermeister -war das seine Idee?- mit dem beauftragten (zu beauftragenden) Künstler bereits vorab eingestielt hat, einschließlich Kosten und der Rat mit seiner Mehrheit wird das –Ehrensache–so beschließen.

Geht ja um Kunst; große Kunst.

Und was das kosten soll? Vielleicht, so vermutet man, denn es ist ja vertraulich, so viel wie eine in Blomberg fehlende öffentliche Toilette. Oder so viel wie die Videowand im Vatti-Park? Denn dort soll ja zur optischen Aufwertung des Platzes und des Ortes diese BlechNelke stehen. Ist ja schließlich große Kunst, mit 5 mal 6 Metern, wie die Videowand. Wirkt dann aber in der Größe eher wie ein Baum, so als Ersatz für die entfernten Bäume.

Die VideoWand wird so bummelich um 60.000 kosten bzw. gekostet haben. Eine öffentliche Toilette
-braucht ja keiner- täte ungefähr das Gleiche kosten. Vielleicht wird die Blechnelke ja ein bisschen billiger.

Die Blomberger dürfen also gespannt sein, wieviel von den massiv erhöhten Grundsteuern dafür letztlich aufgewendet werden, um im Vatti-Park mit zwei großzügigen Gestaltungsobjekten dem Autofahrer kundzutun: Hier beginnt und endet Blombergs City. Und richtig lebend bunte Nelken dürfen den Besucher am Eingang der Nelkenstadt und auch innendrin weiterhin nicht empfangen.

Zu billig für sparsame Lipper?

Walter Beumer
32825 Blomberg
Residenzstraße 61

Mit dem Label firmierte die Stadt Blomberg bereits vor Jahrzehnten. Und vor Jahrzehnten, bis heute, hab ich bei Besuchen in Blomberg-City immer wieder mich, und andere, gefragt, wo denn die dazu passenden Nelken seien. Bis mich dann mal jemand aufklärte, dass es in Blomberg bis in die fünfziger Jahre mal eine global bekannte Nelkenzüchterei gegeben habe. Doch seit dem? Nix zu sehen von Nelken, obwohl das Motto „Nelkenstadt“ weiterhin an der Stadt klebt. Viele Anfragen und Anregungen an „Offiziellen“ bleiben ohne Wirkung, bis denn endlich Blomberg Marketing die Nelkenkönigin aus der Taufe hob. Doch im Stadtbild weiterhin KEINE Nelken. Und dann kam der Nelkenmarkt, und da gibt es Jahr für Jahr sogar ein paar Nelken, aber danach? Nix. Nur ein paar engagierte Bürger haben an der Alten Meierei vor ein paar Jahren ein Beet mit Nelken angelegt. Aber in städtischen Pflanzungen oder privatem Grün weiterhin nix Augenfälliges von Nelken zu finden. Vielleicht hab ich nur nicht ausdauernd gesucht? Vielleicht hat die Stadt ´ne Nelkenallergie? Also gegen echte Nelken?
Das wär auch Erklärung dafür, dass die Stadt sich jetzt eine Blechnelke zulegen will. Und dann auch richtig groooß, dem Flair einer Kleinstadt angemessen, so bei 5 mal 6 Meter. Bloß, wie das Ding aussehen soll, DAS soll eine Überraschung sein für die Mitglieder des Bauausschusses, die jetzt hopplahopp gut heißen und dem Rat empfehlen sollen, zu beschließen, was der Bürgermeister – war das seine Idee?- mit dem beauftragten (zu beauftragenden) Künstler bereits eingestielt hat. Und dem Ausschuss seine Mehrheit wird auch -wetten dass- hopplahopp wieder über das Stöckchen des Bürgermeisters springen. MehrheitsEhrensache.
Zur Zeit des Leserbriefschreibens (Donnerstag) ist es Vermutung, denn die Sitzung liegt ja noch voraus. Und was das kosten soll? Vielleicht so viel wie die VideoWand im VattiPark? Denn dort soll ja zur Aufwertung auch diese BlechNelke stehen oder liegen. Ist ja schließlich fast genau so große Kunst, mit 5 mal 6 Metern.
Und die VideoWand wird so bummelich um 60.000 kosten bzw. gekostet haben. Vielleicht wird die Blechnelke ja ein bisschen billiger. Die Blomberger dürfen also gespannt sein, wie viel von den massiv erhöhten Grundsteuern dafür letztlich aufgewendet werden, um im VattiPark mit zwei großzügigen Gestaltungsobjekten dem Autofahrer kundzutun: Hier fängt Blombergs City an. Und da endet Blombergs City auch. Alles hat zwei Seiten. Mindestens. Und richtig lebende Nelken dürfen den Besucher an Eingang der Nelkenstadt und auch innendrin weiterhin nicht empfangen. Zu billig für sparsame Lipper?

06.12.2018                                                  Walter Beumer, Residenzstraße 61, 32825 Blomberg

Guten Tag Herr Geise,

am 16.07.2018 bekam ich per Email die PM zur Neugestaltung des “Vattiparks”. Nun hat es leider einen zweiten Naturfrevel, erster war die Baumfällung, im “Vattipark” gegeben.
Die angesäte Grünfläche wurde, mit z. Zt und trotz der Trockenheit blühenden Sonnenblumen, abgemäht.
Ich frage mich allen Ernstes was arbeiten im Bauhof für Gärtner, die solche Anordnung ausführen? Ich habe schon nicht verstanden warum Frau Niedermeier von den Grünen, in der letzten Sitzung des Bauausschusses, das Abmähen der Fläche gefordert hat. Dazu noch die Aussage von Frau Niedermeier,“dass ist mir wirklich zu viel Grün.”
Was wird dann aus der neugestalteten Anlage, kann jeder nach Lust und Laune fordern wann gemäht wird?
Herr Geise, hier läuft in Blomberg etwas gewaltig schief!!

Mit freundliche Grüßen
Marin Stork