Leopoldshöhe hat seine Schulen mit Tablets und VideoScreens ausgestattet.
Eine begrüßenswerte und lange überfällige Investition in die Bildungszukunft.
Die Ratsmehrheit in Blomberg stattet die Ortseingang mit großflächigem Videoscreen aus. Zukunftssicher.
Für rund 60.000 Euro. Und künstlerisch wertvolle Metallnelkenkonstruktionen kommen noch dazu, gaaanz große und kleine für …man darf raten, denn die Kosten sind immer noch vertraulich.
Und die Gesamtstadteingangsverschönerungssause kommt sicherlich, ich darf mal schätzen, auf ne halbe Million, plus die Kosten für diverse Gutachten und „Gestaltungskonzeptionen“. Die Stadt hat ja keine eigene Fachkompetenzen. Da geht’s Blomberg wie der Bundeswehr.
Für dieses Geld hätte die Stadt einige hundert Tablets zumindest fürstlich bezuschussen und auch ein paar interaktive Whiteboards für die Klassenräume anschaffen können. Und auch einen externen Gutachter/Entwickler beauftragen können. Denn – es fehlt die örtliche Sachkompetenz, und so fehlt dem Blomberger Rat und der Stadtverwaltung und den Blomberger Schulen bislang jegliches beschlussfähiges Konzept.
Und die Zuständigkeit wird, nur zu gern, auf den Kreis Lippe geschoben. Da kann und darf man halt nix machen, es ist nun mal so beschlossen. Man darf gespannt sein, wann und wieviel von den nun endlich freigegebenen Fördermilliarden des Bundes angesichts der Blomberger Konzeptionslosigkeit denn nun in den städtischen Schulen ankommt.
Die Zukunft der Blomberger Schulen liegt also nach wie vor auf den Straßen, den Einfahrtsstraßen der Innenstadt. Man muss eben Prioritäten setzen können.

Walter Beumer
32825 Blomberg


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