22Jan 2020

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

Anlass unseres erneuten Antrags, erster Antrag 19.03.2019, ist es, in Zukunft Unstimmigkeiten zwischen Hausbesitzern und Käufern von Gebäuden, die auf der Kulturgutliste oder Denkmalliste stehen, zu vermeiden.

Begründung:

  • Der Kauf alter Häuser wird in Blomberg gefördert, um Leerstände zu vermeiden, umso wichtiger ist es, den Bürgern vor dem Kauf eine zeitgemäße Einsicht in die Denkmal- und Kulturgutliste zu ermöglichen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Anlass unseres Antrags ist ein Presseartikel in der Lippischen Landeszeitung vom 17.01.2020, in dem es um Probleme beim Umbau nach dem Kauf eines Fachwerhauses in Kleinenmarpe ging. Im Artikel und auch im Kommentar wird das vorgehen Detmolds und Lemgos positiv erwähnt, während es Kritik an Blomberg gibt.
  • Ohne Kenntnis der Denkmal- und Kulturgutliste und deren Auswirkungen auf den geplanten Umbau hatten die neuen Eigentümer das Fachwerkhaus gekauft und mit dem Umbau begonnen. Dieser wurde dann vom Bauamt der Stadt Blomberg gestoppt mit der Aufforderung, den Arbeiten sofort zu stoppen.
  • Begründet wurde dies mit dem Hinweis, das Haus stehe auf der Kulturgutliste und sei für den Denkmalschutz vorgesehen, da die Umbauideen nicht mit den Richtlinien des Denkmalschutzes übereinstimmen.
  • Um solche Unstimmigkeiten zukünftig zu vermeiden ist es u. E. erforderlich, dass jeder potentielle Käufer sich im Vorfeld zeitgemäß informieren kann.

           Brüntrup, den 21.01.2020                                         G. Simon, Fraktionssprecher

22Jan 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Obwohl der städtische Haushalt für das Jahr 2020 Einnahmen von 37.513.602 Euro aufweist, kommt es aufgrund von Ausgaben in Höhe von 41.059.207 Euro zu einem Defizit von 3.545.207 Euro.

Diese sind nicht nur auf die Personalausgaben und die geringeren Gewerbesteuereinnahmen begründet, wobei letztere auch nicht durch Schlüsselzuweisungen in Höhe von 632.000 Euro ausgeglichen werden können. Ein weiterer hoher Posten sind die steigende Kreisumlage von 15.220.000 Euro und die hohen Sozial- und Asylausgaben, auf denen die Stadt Blomberg weitgehend sitzen bleibt, da das Land NRW und der Bund ihren Verpflichtungen nur unzureichend nachkommen. Allein im Bereich der Integrationspauschale bleiben ca. 600.000 Euro bei der Stadt.

Insgesamt gibt es im Haushalt positive Entwicklungen. Die Investitionen sind deutlich höher als in den Vorjahren. So soll im Jahr 2020 der Kunstrasenplatz in Istrup (900.000 Euro) endlich in Angriff genommen werden. Ferner sind für die Sanierung der teilweise maroden Stadtmauer im Rahmen der Weiterführung des Städtischen Entwicklungskonzepts (STEK) ca. 600.000 Euro vorgesehen. Weitere zukunftsorientierte Investitionen sollen beim Schnellen Internet, der digitalen Ausstattung in Schulen, der Ausrüstung der Feuerwehr, im Straßen- und Wegebau, usw.

Das Gesamtjahresergebnis unserer Stadt wies für 2017 einen Überschuss von 9.500.134 Euro auf, der der Rücklage zugeführt wurde. Nur durch die Entnahme von über 3.500.000 Euro aus der Rücklage kann der Haushalt 2020 ausgeglichen werden.

Tendenziell ist festzuhalten, dass die Grundsteuern A und B sich seit der letzten Erhöhung im Jahr 2017 auf einem Niveau von fast 3,5 Millionen einpendeln. Im Jahr 2014 waren es übrigens fast 2,5 Millionen.

Angesichts dieser Steigerung hatten die Freien Bürger von Blomberg (FBvB) eine Senkung der Grundsteuern A und B um 2,5 Prozent in den Haushaltsberatungen beantragt. Obwohl auf Möglichkeiten der Gegenfinanzierung hingewiesen wurde, wurde unser Antrag abgelehnt.

Unsere Eigenbetriebe zahlen jedes Jahr Zinsen für das von der Stadt übertragene Eigenkapital. Das kann man noch nachvollziehen, obwohl der Zinssatz über den üblichen Zinsen des Kapitalmarkts liegt. Ein besonderer Knackpunkt bei den diesjährigen Beratungen des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2020 waren in unserer Fraktion die unterschiedlich hohen Transaktionen der Eigenbetriebe. Wegen der Waldschäden zahlt der Stadtforst in diesem Jahr nichts. Das ist auch richtig. Es bleibt aber die Frage, weshalb sollen die AWB, die BIG und die BvB unterschiedlich hohe „sonstige Finanzerträge“ als „Gewinnabführung“ aus der Eigenkapitalverzinsung erbringen?

Wir haben eine Verantwortung für zukünftige Generationen. Ein wichtiger Baustein ist der Abbau Schulden, die Senkung von Steuern und Gebühren aber auch ein verstärktes Engagieren im Umweltbereich, um unsere Stadt zukunftsfähig zu machen. Hierzu gehört u. E. auch eine frühzeitige Information unserer Bürgerinnen und Bürger sowie eine stärkere Beteiligung an politischen Entscheidungen.

Insgesamt sehen wir beim Haushaltsentwurf zwar Schritte in die richtige Richtung, doch lehnen wir den Haushaltsplan 2020 wegen der oben genannten Unstimmigkeiten ab. Dem Stellenplan stimmen wir zu.

Abschließend bedanken wir uns beim Kämmerer, Herrn Dolle, für die viele Arbeit, die er geleistet hat.

Blomberg, den 19.12.2019                                                                           Günter Simon / Fraktionssprecher der FBvB

11Sep 2019

Fit for future:
Manche Städte statten ihre Schulen mit digitalen Tafeln aus. Blomberg schmückt damit seinen Stadteingang.
Hat aber weder für das EINE noch für das ANDERE eigenes Geld und stellt sich mit der Bettelschale beim Bund in die Reihe mit 140 anderen Gemeinden.

Walter Beumer

32825 Blomberg

28Jun 2019

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

die FBvB beantragen, darüber zu beraten und zu entscheiden, ob der neue Kunstrasenplatz in Istrup mit Kunststoffgranulat oder Korkgranulat gefüllt werden soll

Begründung:

  • Die Europäische Union plant ein Gesetz zu Verbot von Kunststoffgranulat auf Kunstrasenplätzen.

  • Die Stadt Lemgo hat sich bereits für das Umstellen auf Korkgranulat entschieden-

 

Brüntrup, den 19.06.2019  

G. Simon, Fraktionssprecher

 

01Apr 2019

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

die FBvB beantragen, die Denkmal- und Kulturgutliste auf der Internetseite der Stadt zu veröffentlichen und per Presseartikel darauf hinzuweisen und die rechtlichen Konsequenzen / Unterschiede der beiden Listen in einer Präambel zu verdeutlichen

Begründung:

  • Der Kauf alter Häuser wird in Blomberg gefördert, um Leerstände zu vermeiden, umso wichtiger ist es, den Bürgern vor dem Kauf eine zeitgemäße Einsicht in die Denkmal- und Kulturliste zu ermöglichen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
  • Anlass unseres Antrags ist ein Presseartikel in der Lippischen Landeszeitung vom 19.März 2019, in dem es um Probleme beim Umbau nach dem Kauf eines Fachwerkhauses in Kleinenmarpe ging.
  • Ohne Kenntnis der Denkmal- und Kulturliste und deren Auswirkungen auf den geplanten Umbau hatten die neuen Eigentümer das Fachwerkhaus gekauft und mit dem Umbau begonnen. Dieser wurde dann vom Bauamt der Stadt Blomberg gestoppt mit der Aufforderung, den Arbeiten sofort zu stoppen.
  • Begründet wurde dies mit dem Hinweis, das Haus stehe auf der Kulturgutliste und sei für den Denkmalschutz vorgesehen, da die Umbauideen nicht mit den Richtlinien des Denkmalschutzes übereinstimmen.
  • Um solche Unstimmigkeiten zukünftig zu vermeiden ist es u. E. erforderlich, dass jeder potentielle Käufer sich im Vorfeld zeitgemäß informieren kann.

Brüntrup, den 19.03.2019                                                G. Simon, Fraktionssprecher

Nach ausführlicher Beratung haben wir den Antrag zurückgezogen.

Begründung: Eine Veröffentlichung auf der Homepage der Stadt Blomberg würde die Belange des Datenschutzes verletzen. Seit dem Jahr Mai 2017 ist die Auflistung aller Denkmäler im Stadtgebiet Blomberg auf der Homepage der Stadt Blomberg veröffentlicht und somit einsehbar.