Archiv der Kategorie: FBvB aktuell

Werden Bürgerinteressen ernst genommen?

Zahlreiche Brürgerinnen und Bürger verfolgten mit Interesse den Tagesordungspunkt 2 „Friedhofswesen“ der Ratssitzung vom 28.02.2017, da eine Entscheidung über einen Antrag zur Einrichtung eines „Runden Tisches“ beraten und entschieden werden sollte.
Die FBvB hatten diesen Antrag unterstützt, da sie rechtliche Bedenken hatten, dass aufgrund des Verwaltungsvorschlags mehrere Friedhöfe aus Kostengründen zu schließen sind. Für uns stellte sich die Frage, dürfen in einem Gebührenhaushalt manche Bürger mehr belastet werden als andere? Wir hatten festgestellt, dass nicht kostenintensive Friedhöfe geschlossen werden sollen! Die Auswahl erfolgte u. E. vor allem aufgrund der Lage und Konzentration der Friedhöfe. Historische Aspekte der ehemals selbständigen Dörfer wurden vernachlässigt. Besonders bedenklich erscheint uns die Tatsache, dass es in den nächsten dreißig Jahren keine Kostenersparnis geben wird. Stattdessen wurden im Haushalt 40.000 € für notwendige Übergaben an Dorfgemeinschaften veranschlagt.
Erwartet kontrovers verlief die Diskussion in o. g. Ratssitzung. Anfangs machte der Bürgermeister Geise klar, dass der Antrag von Mitgliedern aller Fraktionen gestellt worden sei und entsprechend politisch zu würdigen sei. Man solle sich auch fragen, weshalb ein solcher Antrag gestellt worden sei. Die dort genannten Zahlen sind Zahlen der Stadt, die unterschiedlich interpretierbar seien. G. Simon (FBvB) machte anfangs deutlich, wie wichtig es sei, die Bürger ernst zu nehmen und an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Das sei eine wichtige Voraussetzung für deren Engagement. Dem stimmte auch die CDU zu. Ähnlich sah es Herr Albrecht (FDP). Er hakte beim Antrag der SPD auf „Beratungsbedarf“ nach, der im letzten Jahr eine Vertagung zur Folge hatte.
Der Fraktionssprecher der SPD, G. Borchard, begann erwartungsgemäß mit der Feststellung, „Ich frage mich, was wir die letzten 15 Monate gemacht haben….Zahlen sind das eine, die Interpretation etwas Anderes … Das große Ganze ist aus dem Blick geraten… Das Thema wurde im Hauptausschuss und Rat mehrfach behandelt… Ferner gab es Gespräche in Dorfausschüssen… Mir gefällt nicht, dass erreichte Ergebnisse in Frage gestellt werden….“

G. Simon antwortete: „Es ist wahrscheinlich richtig, dass Sie in Ihrer Fraktion das Thema beraten haben. Richtig ist auch, dass „Friedhöfe“ Thema in Hauptausschuss- und Ratssitzungen waren. Leider musste ich feststellen, dass Sie in Brüntrup stets bei den öffentlichen Dorfausschusssitzungen fehlten. Da stellt sich für mich die Frage, wie ernst nimmt die SPD überhaupt die u. E. berechtigten Bedenken betroffener Bürger! …“

Herr Albrecht stellte anschließend die falsche Behauptung G. Borchards (Fraktionssprecher der SPD) richtig: „… an nichtöffentliche Runde Tische ist nie gedacht worden…“. Vielmehr kam es den Unterzeichnern darauf an, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen. Ziel der „öffentlichen Runden Tische“ sollte es sein, in Gesprächen einvernehmliche Lösungen zu finden.

Die Abstimmung ging knapp aus: 13 Ratsmitglieder (von CDU, FBvB, FDP, Grüne – bis auf den Fraktionssprecher U. Arnecke, der sich enthielt -) stimmten für den Antrag der unterzeichnenden Ratsherren. Die SPD war mit ihren Mehrheiten – incl. Bürgermeister Geise, dagegen.
Nach der Abstimmung gab die SPD Ratsherrin, Frau Vollmer, für sich und den Mitunterzeichner; Ratsherr Blanke, die Erklärung ab, dass Sie aufgrund „neuer Erkenntnisse“ sich leider vom o. g. Antrag distanzieren musste.

Haushaltsrede der FBvB zum Haushalt 2017 der Stadt Blomberg

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen der vorangegangenen Falschaussagen der Grünen und der SPD muss ich meine vorbereitete Haushaltsrede ergänzen!

Die Behauptung von U. Arneke / Grüne (die „Gegenpartei hätte immer den Haushalt abgelehnt“ ist sachlich falsch. Richtig ist, dass die FBvB dem Haushalt 2016 im letzten Jahr „zähneknirschend“ zugestimmt, da wir erwarteten, dass „gemeinsame Anstrengungen“ unternommen würden, um eine bürgerfreundliche Politik in unserer Stadt zu ermöglichen.

Falsch war auch die Aussage von G. Borchard / SPD, die FBvB hätten eine Erhöhung der Gewerbesteuer beantragt. Richtig ist, dass wir in unseren Änderungsvorschlägen die tatsächlichen Einnahmen 2015 und die prognostizierten Ansätze für 2016 genannt hatten, um die Minderansätze 2017 zu hinterfragen. Nachdem der Kämmerer den aktuellen Stand erläutert hatte, zogen wir den Antrag zurück.

Dem Haushalt 2017 werden wir nicht zustimmen, weil unsere Bürgerinnen und Bürger überproportional hoch durch Steuererhöhungen belastet werden!

Obwohl der SPD und auch dem Bündnis 90 / die Grünen die geplanten Steuererhöhungen (Grundsteuer A von 205% auf 300%, die Grundsteuer B von 495 % auf 620 % und die Gewerbesteuer von 435 % auf 443 %) bekannt waren, reichten sie – und auch die CDU – hierzu keine Änderungsvorschläge ein, um unsere Bürgerinnen und Bürger zu entlasten!

Seitens der FBvB hatten wir vorgeschlagen, alle Steuererhöhungen zu unterlassen und dies durch eine Gegenfinanzierung (u. a. durch den Verzicht auf geplante Ausgaben des städtischen Entwicklungskonzepts / STEK / Ausgaben für die Umgestaltung des „Vattiparks“ und die Neugestaltung von Stadteingängen) auszugleichen. Auch der FDP-Ratsherr Albrecht stellte einen Antrag, um die überhöhten Ansätze der Grundsteuer B „auf höchstens 555 %“ zu senken. Er machte ebenfalls einen Vorschlag zur Refinanzierung durch eine höhere Gewinnabführung der BVB. Im Vergleich zu Blomberg plant Detmold für das nächste Jahr „keine Steuer- und Abgabenerhöhung“. Barntrup will die Grundsteuer B zwar von 460 auf 540 Prozent anheben, damit liegt unsere Nachbargemeinde aber deutlich unter den 620 %.

Die Industrie- und Handelskammer zu Detmold brachte es mit Schreiben vom 20.10.2016 auf den Punkt: „Sollte die Grundsteuer B in Ihrer Stadt tatsächlich um 125 Prozentpunkte (!) auf 620 steigen, läge Blomberg damit auf dem Niveau von Bielefeld und anderen Großstädten.“

Statt sich ernsthaft Gedanken über Einsparmöglichkeiten zu machen, um eine derartige Steuererhöhung zu vermeiden, reichten die SPD und ihr Koalitionspartner Bündnis 90 / die Grünen am 09.11.2016 den Antrag „Baugebiet Kernstadt Blomberg“ (Flurbereiche „Feld Eggersen“, „Am Schulle“ / Am Rambocke) mit dem Ziel ein, die bereits weit fortgeschrittenen Bebauungspläne und deren Finanzierung zulasten von „Saulsiek II“ durchzuziehen, was erhebliche Konsequenzen für die zukünftige Stadtentwicklung, die zeitnahen Einnahmen der BIG durch Grundstücksverkäufe und auch das Kaufverhalten potentieller zukünftiger Blomberger Bürger haben wird. Grundstücke „Am Rambocke“ werden voraussichtlich erst 2018 verkauft werden können, so dass für Bauwillige die Gefahr von Zinserhöhnungen bei Baukrediten besteht. Durch diesen Antrag von SPD / Grüne wird es – zumindest in 2017 – zwangsläufig zu Mindereinnahmen bei der Grundsteuer B kommen. Hierdurch entstehen außer Verzögerungen auch Mehrkosten (Lärmschutzgutachten). Eine Abwanderung von Blomberger Bauwilligen ist zu befürchten, da das vorgeschlagene Baugebiet deutlich kleiner ist als das ursprünglich geplante „Saulsiek II“. Ähnlich schätzt auch Blomberg Marketing diese Baugebietsentscheidung ein. Hinzu kommen Proteste des Blomberger Sportvereins BSV, der die Verhinderung eines Kunstrasenplatzes befürchtet.

Mit dieser Entscheidung behindern die Regierungsparteien aufgrund zwangsläufiger Verzögerungen auch zukünftige Möglichkeiten des Haushaltsausgleichs durch Sonderabführungen der BIG.

Der sehr spät eingegangene Antrag von SPD und Bündnis / die Grünen „statt des vorbereiteten Baugebiets Saulsiek II soll es ein Baugebiet „Am Rambocke“ geben, verhindert u. E eine sorgfältige, langfristige und verlässliche Politik. Die Anmerkung sei mir erlaubt, dass wir bereits im letzten Jahr im Rahmen der Haushaltsberatungen vorgeschlagen hatten, dass man die Antragsfrist bis spätestens Ende September begrenzen soll, um eine sorgfältige politische Entscheidung zu ermöglichen. Hierüber wurde im Vorfeld der diesjährigen Haushaltsberatungen weder beraten noch entschieden. Sollten SPD und Bündnis 90 / die Grünen jetzt ähnlich vorschlagen – wie in Barntrup – vorgesehene Steuererhöhungen zu reduzieren, dann werden wir seitens der FBvB dem so nicht zustimmen, weil die Regierungsparteien durch Ihren Antrag zum Baugebiet „Am Rambocke“ langfristige Planungen verzögern und eine wenig langfristige, verlässliche Baulandpolitik betreiben.

„Verschiebebahnhöfe von Eigenbetrieben“ und der „GmbH BvB“ sind für das Haushaltsjahr 2017 ein wesentlicher Bestandteil zum Defizitausgleich in Blomberg geworden.

Außer einer derzeit wenig üblichen, hohen Verzinsung von 6 % bei den Eigenbetrieben BIG und Stadtforst des Stammkapitals sind: für die AWB neben der ab 2016 vorgesehenen Gewinnabführung von 500.000 € eine „zusätzliche Gewinnabführung im Jahr 2017 in Höhe von 3.750.000 € und ab 2019 in Höhe von 2.150.000 € zum Haushaltsausgleich erforderlich“ (S.81 des Haushaltsentwurfs 2017). Hier muss die Frage erlaubt sein, ob derartige Geflogenheiten nicht dem Zweck von Eigenbetrieben widersprechen.

Fairer Weise muss man anmerken, dass neben geringeren Gewerbesteuereinnahmen vor allem steigende Umlagen und u. a. auch die unzulängliche Refinanzierung von Inklusions- und Asylkosten ein wesentlicher Grund dafür sind, dass es nur schwer gelingt, unseren Haushalt 2017 auszugleichen. Wenig nachvollziehbar ist seitens der FBvB zum Beispiel auch die Tatsache, dass landespolitische Entscheidungen, Förderschulen zu schließen, dazu geführt hat, die Trägergemeinden der Blomberger Pestalozzischule auf 70.000 € Fahrtkosten für nicht zum Einzugsbereich gehörende Schülerinnen und Schüler aufkommen muss.

Unter Berücksichtigung der von Externen verursachten Kostensteigerungen müssen wir seitens der FBvB jedoch feststellen, dass wir uns eine intensivere Suche nach Einsparmöglichkeiten gewünscht hätten, bevor solche überdurchschnittlichen Steuererhöhungen durchgesetzt werden. Wir hätten uns gewünscht, dass der Blomberger Rat ähnlich mutige Entscheidungen wie der Barntruper Rat getroffen hätte, der entgegen des Votums des Haupt- und Finanzausschusses die Vorschläge der Verwaltung, Steuern zu erhöhen, ausbremste.

Daher stimmen wir dem Haushalt 2017 nicht zu!

Blomberg, den 21.12.2016                    Günter Simon / Fraktionssprecher der FBvB

Vereinsfahrt nach Corvey und Kloster Brenkhausen

Am 02. Juli 2016 trafen sich Mitglieder der Freien Bürger von Blomberg (FBvB), am Nelkenbeet vor der „Alten Meierei“, zur diesjährigen Vereinsfahrt.
Von dort ging es zunächst ins Kloster Corvey, wo es während der Besichtigung eine umfangreiche Führung in die Geschichte der ehemaligen Benediktinerabtei und das Weltkulturerbe der UNESCO gab, die aufgrund des Wunsches von Karl dem Großen Anfang des 9. Jahrhunderts gegründet wurde. Durch zahlreiche Schenkungen gewann das Kloster seinerzeit immer mehr an Bedeutung.
Nach dem Besuch des Grabes von Hoffmann von Fallersleben wurde im Restaurant des Klosters eine Mittagspause eingelegt, bevor die weitere Fahrt uns ins koptische Kloster nach Brenkhausen führte.
Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken wurden erste interessante Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Klosters und der koptischen Religion gegeben. Beim Rundgang durch die Gebäude konnten wir die umfangreichen Renovierungsarbeiten bestaunen. Interessant war es zu erfahren, welche Ähnlichkeiten mit anderen christlichen Glaubensgemeinschaften bestehen und Einblicke in die Arbeit des dortigen Holzbildhauers zu erhalten, dessen Arbeiten in den Gängen des Klosters ausgestellt waren.
Am Ende der Fahrt waren sich alle einig, dass auch das weniger bekannte koptische Kloster in Brenkhausen eine Reise wert ist.

Vorstand der Freien Bürger von Blomberg (FBvB)e.V. einstimmig wiedergewählt

Am 15.03.2016 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freien Bürger von Blomberg (FBvB) im Restaurant „Archilles“ in Blomberg statt.
Nach der Begrüßung berichtete die erste Vorsitzende, Marin Stork, zunächst über die Aktivitäten des letzten Jahres. Ein Höhepunkt war die Vereinsfahrt am 13.06.2015 nach Lügde mit Stadtführung und dem Schwerpunkt Altstadtsanierung, der Besuch des Emmerauen Parks, die anschließende Fahrt zum Schiedersee mit Mittagessen, Besichtigung der Umflut und Schifffahrt auf dem See.
Der Fraktionssprecher, Günter Simon, informierte die Anwesenden über die Schwerpunkte der Fraktionsarbeit und erläuterte, weshalb die FBvB dem Haushalt 2016 diesmal zustimmten. Abschließend ging er auf aktuellen Schwerpunkte der politischen Arbeit ein, wie Erweiterung der Grundschule am Weinberg in der Schulstraße, Suche nach Alternativen für die jetzigen Mieter, Planung eines Integrationszentrums und das geplante neue Friedhofskonzept.
Nach dem vom Kassierer, Walter Beumer, vorgetragenen Kassenbericht, dem Bericht der Kassenprüfer mit anschließender Entlastung des Vorstands fanden die diesjährigen Vorstandswahlen statt.
Einstimmig wurden als 1. Vorsitzende Marin Stork, stellvertretende Vorsitzende Andrea Hilker, Kassierer Walter Beumer und als Schriftführer Günter Simon wiedergewählt.
Danach wurde gemeinsam die diesjährige Vereinsfahrt geplant. Der Vorschlag, das koptische Kloster in Brenkhausen zu besichtigen fand allgemeine Zustimmung.
Abschließend ging es vor allem um organisatorische Fragen, wie die diesjährige Pflege des Nelkenbeets vor der „Alten Meierei“.

Marin Stork, 1. Vorsitzende

Blomberg, 16.03.2016

Sichere Rampe im Schweigegarten?

Die Arbeiten im Schweigegarten sind bis auf den Aussichtsturm fertig gestellt. Da fragt man sich allerdings, ob die Rampe für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Rollator, im Rollstuhl oder mit Kinderwagen wirklich verkehrssicher ist.
Z. Z. beginnt die Rampe an einem Fußweg und endet nach ca. 20 m auf einem Podest. Unmittelbar neben dem Podest und am Ende geht es vier Stufen abwärts, so dass sich hier eine Rampenhöhe von ca. 64 cm ergibt. Eine Sicherungskante entlang der Rampe oder gar ein Geländer gibt es nicht. Die Rampenbreite beträgt ca. 1,50 m und ist etwas über 20 m lang.
Für den barrierefreien Bau von Rampen im öffentlichen Bereich gibt es klare Vorschriften. Am Anfang und Ende jeder Rampe soll es eine Bewegungsfläche von 1,50 m x 1,50 m geben. Dem entspricht die Anlage im Schweigegarten.
Lange Rampen sollen nach ca. 6 m durch eine Ebene unterteilt werden.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
So heißt es bei „barrierefrei Planen und Bauen“
(http://nullbarriere.de/rampenlaenge-steigung.htm) weiter: „Mit zwei Längen (einschließlich der Bewegungsflächen) kann man einen Höhenunterschied von 72 cm überwinden.“ Die Länge der Rampe im Schweigegarten beträgt z. Z. etwas über 20 m. Die vorgeschlagene Ebene würde entweder die Länge der Rampe oder deren Steigung verändern. Daher ist u. E. im Vorfeld von Nachbesserungen zu klären, ob die derzeitige Lösung den Vorgaben entspricht.
Probleme ergeben sich vor allem hinsichtlich der „Bremssicherheit und dem Schutz vor Umkippen“. Diesbezüglich gibt es folgende Vorgaben: „Es sind beiderseits 10 cm hohe Radabweiser auszubilden. Sowie beidseitig Handläufe mit einem Durchmesser von 3 bis 4,5 cm und 85 cm hoch, anzuordnen. Handläufe und Radabweiser müssen 30 cm in den Plattformbereich hineinragen.“ Hierdurch würden sich natürlich die Breite der Rampe verringern.
Vergleicht man nun die jetzige Rampe im Schweigegarten mit den Vorgaben, dann fällt ferner auf, dass es am Ende Treppen gibt, die abwärts führen. Daher sind die FBvB der Auffassung, dass eine kurzfristige Überprüfung und schnelle Nachbesserung erfolgen muss, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

FBvB – Vereinsfahrt nach Lügde und Schieder

Am 13.06.2015 informierten sich die Freien Bürger von Blomberg (FBvB) in Lügde über den aktuellen Stand der Stadtentwicklung.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Auf dem neu gestalteten Marktplatz berichtete der ehemalige Bauamtsleiter, G. Loges, ausführlich über die Geschichte, Entwicklung und Probleme der Stadt. Seit der Gründung 1246 hat sich an der mittelalterlichen Struktur wenig verändert. Der von Ackerbürgerhäusern geprägte alte Stadtkern ist dicht besiedelt und liegt zum Teil niedriger als die Emmer. Hierdurch ergaben sich zwei Schwierigkeiten: es bestand eine erhöhte Brandgefahr und die Emmer führte oft zu Überschwemmungen.
Im Laufe der Jahrhunderte wüteten immer wieder Feuersbrünste. Beim Brand 1797 wurden 115 alte Gebäude vernichtet. Der anschließende Wiederaufbau prägt noch heute das Stadtbild. Bei der letzten großen Überschwemmung 1976 brachen Teile der Stadtmauer und die Altstadt stand zwei Meter unter Wasser. U. a. durch den Bau des Emmerstausees bei Schieder sollten zukünftige Hochwasser vermieden werden.
Anfang der 70er Jahre wurde mit der ersten Stadtsanierung begonnen. Die Verkehrsprobleme in der Innenstadt wurden durch eine Umgehungsstraße mit Tunnel, die 2010 eröffnet wurde, erheblich reduziert. Am neuen Gesamtkonzept arbeiteten ca. 900 Bürgerinnen und Bürger aktiv mit. Die ehemalige Durchgangsstraße wurde ansprechend durch eine neue Pflasterung, Bäume und Pflanzbeete gestaltet. Kirch- und Marktplatz wurden als Planungseinheit verstanden und ähnlich umgestaltet. Die Pflasterung des Verkehrsbereichs wurde nur möglich durch den Erhalt der Asphaltschicht als Tragschicht in Verbindung mit dem wenig bekannten Aquaplast – Verfahren. Auf dem neu gepflasterten Marktplatz entstanden Bänke, Sitzgruppen und ein neuer Brunnen mit Motiven einer Ziegenherde, da es noch bis 1976 in Lügde einen Ziegenhirten gab. Abgesehen vom Wochenmarkt wirkt auch hier der Platz leer. Loges berichtet, dass man bisher vergeblich versucht habe, die Fläche durch Außengastronomie zu beleben. Hier zeigen sich bei den Leerständen und der Überplanung von Wohnquartieren ähnliche Probleme wie in Blomberg.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Durch die Parallelstraßen, vorbei an der Kirche und dem ehemaligen Kloster ging es dann über die ehemalige Mühleninsel zum Emmerauenpark. Hier befindet sich ein Strandbereich, ein Spielplatz, eine kleine Bühne und ein Kiosk mit Außentoilette. Ansonsten gibt es in Lügde fünf „nette Toiletten“, von denen sich eine während der Öffnungszeiten im Rathaus befindet.
Am Kiosk bedankte sich die Vereinsvorsitzende der FBvB, Marin Stork, bei G. Loges für die ausführlichen und interessanten Informationen. Abschließend bummelten die FBvB über den mittelalterlichen „Liuhidimarkt“, der an diesem Wochenende statt fand.
Alle waren sich einig, dass ein Besuch in Lügde auch ohne Osterräderlauf und mittelalterlichen Markt eine Reise wert ist!
Weiter ging es zum Stausee in Schieder, wo die FBvB bei einer gemütlichen Kaffeefahrt auf dem Schiff Informationen über die gerade eröffnete Umflut der Emmer erhielten. Die enormen Umbauarbeiten wurden notwendig, da wegen der Sedimentablagerungen der See immer mehr verlandete. Mit Investitionen von ca. 17 Millionen Euro will man dieses Problem zukünftig vermeiden. Vor allem vor dem Hintergrund der Informationen, die wir in Lügde erhielten, war es für alle nachvollziehbar, dass der See mehr ist als ein attraktives Freizeitzentrum in Lippe.
Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns bei „Infinity“ / Benjamin Krenz für den Kaffee, den tollen Kuchen und die aktuellen Informationen zur Situation des Stausees und deren gerade eröffneter Umflut.
Zum Abschluss ging es dann noch zum Blomberger Jugendzentrum, wo gerade ein sehr gut besuchtes Fest der „internationalen Begegnung“ stattfand. Zahlreiche Spielangebote, Musik, Essen und Getränke boten einen tollen Rahmen für interessante Gespräche, um „Flüchtlinge und Asylanten“ kennenzulernen und Ängste vor dem „Fremden“ abzubauen.
Nach diesen positiven Erfahrungen kann man nur hoffen, dass es gelingt, auch im nächsten Jahr Helfer zu finden, um dieses Fest noch erfolgreicher zu machen. Solche Aktivitäten werden wir seitens der FBvB – auch durch persönliches Engagement – gerne unterstützen.
Fazit: Bei unserem Ausflug nach Lügde haben wir erfahren, wie wichtig es ist, auch mal über den „Tellerrand von Nachbarkommunen“ zu schauen, da es ähnliche Probleme in Kleinstädten wie „ Leerstände bei privatem Wohneigentum und Geschäften“, „Rückgang von Einwohnern zugunsten von größeren Städten“, usw. gibt.
Ob sich solche Nachteile durch zusätzliche „freiwillige Leistungen“, wie Förderprogramme „ Jung kauft alt“ (Antrag der Blomberger SPD – Fraktion und dem Blomberger Koalitionspartner „Fraktion Bündnis ´90/Die Grünen“), beseitigen lassen?
Da fragt man sich doch angesichts des gegenwärtigen Trends in größeren Städten zu wohnen, ob die kleineren Städte nicht enger zusammen arbeiten sollten, um ihre Zukunftschancen zu verbessern!

Neues Schild am Nelkenbeet

Schild Nelkenbeet 22.06.2015Nachdem die Freien Bürger von Blomberg (FBvB) im Jahr 2014 das Nelkenbeet an der Alten Meierei neu angelegt und bepflanzt hatten, fanden etliche Gespräche mit Blomberg Marketing statt, die uns auch in diesem Jahr freundlich unterstützten.
Bei Blomberg Marketing bedanken wir uns dafür, dass sie es der FBvB erlaubten, Ihr Schild durch eine Hinweistafel unseres Vereins zu ergänzen.
Unsere Bitte an die Hundebesitzer, darauf zu achten, dass das Beet nicht durch Hundekot verunreinigt wird, hat anscheinend geholfen. Daher bedanken wir uns bei dieser Gelegenheit auch bei den Hundebesitzern und hoffen, dass dieser positive Zustand auch so bleibt.

Frühjahrsputz im Nelkenbeet bendet

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie FBvB haben inzwischen den Frühjahrsputz im Nelkenbeet an der „Alten Meierei“ beendet.
Die Blätter wurden entfernt, das Beet gehackt und gedüngt. Ferner wurden einige neue Nelken gepflanzt, so dass das Beet wieder einen schönen Anblick bietet. Hierbei wurden wir von Blomberg Marketing unterstützt.
Leider mussten wir beim Reinigen des Beetes wieder einmal feststellen, dass einige Hunde wie schon im Vorjahr ihre Andenken hinterlassen hatten. Dies ist für uns unverständlich, da die Stadt in unmittelbarer Nähe einen Spender für Hundebeutel aufgestellt hat. Es ist keine Freude, den Hundekot zu beseitigen! Wir bitten daher die Hundebesitzer, dafür zu sorgen, dass die Hundehaufen entfernt werden.
Wir wünschen uns alle ein ansprechendes, sauberes Bild unserer Stadt. Da kann man eigentlich auch erwarten, dass die Verantwortlichen ihren Beitrag leisten!

 

Die Ausschussbesetzungen der FBvB

RAT

Günter Simon
Marin Stork

Ausschussbesetzungen

Hauptauschuss                                      Günter Simon, Marin Stork
Rechnungsprüfungsausschuss              Marin Stork, Günter Simon

Bauen und Umwelt                                  Arthur Hilker, Marin Stork

Schule/Sport/Kultur                                 Jörg Deutscher, Jörg Büker

Senioren/Jugend/Sozial                          Jörg Büker, Walter Beumer

Abwasserwerke Blomberg AWB              Andrea Hilker, Walter Beumer (beratendes Mitglied)

Blomberger Immobilien-u.                       Marin Stork, Günter Simon
Grundstücksverwaltung BIG

Wahlausschuss                                      Andrea Hilker, Viktor Hoffmann (beratendes Mitglied)

Wahlprüfungsausschuss                        Almuth Beumer, Arthur Hilker

Ein Nelkenbeet entsteht!

Nelken sind den FBvB in Blomberg wichtig!

Immer mehr Städte und Gemeinden werben an den überörtlichen Straßen mit dem Hinweis auf ihre „historische Altstadt“.
Umso wichtiger wird es, ein Alleinstellungsmerkmal“ umzusetzen, wenn man Touristen für die eigene Stadt interessieren will.
Historisch gesehen, hat Herrmann Vöchting viel für den Bekanntheitsgrad unserer Stadt getan, indem er im Bereich der „Alten Meierei“ Nelken züchtete und seine biologischen Erkenntnisse veröffentlichte.
Da bei unserer Ortsbesichtigung lediglich ein Schild auf den Nelkengarten hinwies, beschlossen wir seitens der FBvB bereits vor der letzten Kommunalwahl, dass man hier etwas machen sollte.NETZ Nelkenbeet_12.30_Uhr-1
Gesagt – getan!
Nach ersten Besprechungen mit Herrn Bischoff und Frau Hasse, Blumen Hellmich, trafen sich engagierte FBvB – Mitglieder am 19.07.2014, bereits um 8.00 Uhr, um das Projekt „Nelkengarten“ trotz glühender Hitze zu realisieren.
Das vom Baubetriebshof angelegte Beet wurde vorbereitet, Rasenkantsteine wurden als Begrenzung verlegt und das Gros der neuen Pflanzen gesetzt. Das Beet soll noch gemulcht werden und im nächsten Jahr wegen der unterschiedlichen Pflanzzeiten um weitere Nelken ergänzt werden. Zukünftig soll auch das Gras bis an die Rasenkantensteine reichen.
Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns noch einmal sehr herzlich für die Unterstützung durch Herrn Bischoff, Frau Hasse und den Baubetriebshof.

Marin Stork, 1. Vorsitzende
Blomberg, 19.07.2014